Cannabis: Gesundheitliche und soziale Maßnahmen

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Einleitung

Dieser Miniguide ist einer von mehreren, die zusammen den Health and social responses to drug problems: a European guide 2021 (Gesundheitliche und soziale Maßnahmen zur Bewältigung von Drogenproblemen: Ein europäischer Leitfaden 2021) bilden. Er bietet einen Überblick über die wichtigsten Aspekte, die bei der Planung oder Durchführung gesundheitlicher und sozialer Maßnahmen zur Bewältigung von cannabisbedingten Problemen zu berücksichtigen sind, und beleuchtet die Verfügbarkeit und Wirksamkeit der Maßnahmen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen auf Politik und Praxis untersucht.

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2021.

Titelseite des Miniguide Cannabis: Gesundheitliche und soziale Maßnahmen

Inhalt:

Überblick

Kernthemen

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Europa und weltweit. Neben Cannabiskraut und Cannabisharz sind auf dem illegalen Markt immer mehr neuere Formen der Droge zu beobachten. Darüber hinaus gibt es in vielen Ländern eine Vielzahl von kommerziellen Produkten, die Extrakte der Cannabispflanze enthalten, aber nur einen geringen Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) aufweisen. Auch die regulatorischen Maßnahmen werden immer variabler und komplizierter, da mehrere Länder Cannabisprodukte unter bestimmten Umständen zu therapeutischen Zwecken erlauben und einige Länder die Toleranz bestimmter Formen des Freizeitkonsums vorschlagen. Obwohl sich die meisten gesundheitlichen und sozialen Bedenken nach wie vor auf den illegalen Cannabiskonsum konzentrieren, wird dieser Bereich sowohl aus der Definitions- als auch aus der Maßnahmenperspektive immer komplexer.

Cannabiskonsum kann eine Reihe physischer und psychischer Erkrankungen sowie soziale und wirtschaftliche Probleme nach sich ziehen oder verschärfen. Die Probleme treten mit umso größerer Wahrscheinlichkeit auf, wenn die Anwendung bereits in jungen Jahren beginnt und sich zu einem regelmäßigen und langjährigen Konsum entwickelt. Die primären Ziele gesundheitlicher und sozialer Maßnahmen, die sich mit dem Cannabiskonsum und den damit verbundenen Problemen befassen, sollten daher Folgendes umfassen:

  • Prävention des Konsums oder Verzögerung seines Beginns vom Jugendalter in das junge Erwachsenenalter;
  • Prävention einer Verstärkung des Cannabiskonsums vom gelegentlichen zum regelmäßigen Konsum;
  • Eindämmung schädlicher Formen des Konsums;
  • Bereitstellung von Interventionen, einschließlich Behandlungen, für Personen, deren Cannabiskonsum problematisch geworden ist.

Mögliche Maßnahmen

  • Präventionsprogramme wie schulische Interventionen mit mehreren Komponenten zur Entwicklung sozialer Kompetenzen und der Befähigung zum Neinsagen sowie gesunder Entscheidungs- und Bewältigungsstrategien und zur Korrektur normativer Fehlauffassungen über Drogenkonsum, familiäre Interventionen und strukturierte computergestützte Interventionen.
  • Behandlungsmaßnahmen, einschließlich kognitiver Verhaltenstherapie, motivierender Gespräche und Notfallmanagement; einige web- und computergestützte Interventionen. Für junge Patienten ist eine multidimensionale Familientherapie eine Option.
  • Maßnahmen der Schadensminimierung, die beispielsweise gegen die mit dem Rauchen von Cannabis – insbesondere in Kombination mit Tabak – verbundenen Schädigungen abzielen.

Die Situation in Europa

  • Eine universelle Prävention ist weit verbreitet, doch spiegeln die gewählten Ansätze nicht immer die Evidenzbasis in diesem Bereich wider. Es hat sich gezeigt, dass gut konzipierte schulische Präventionsprogramme den Cannabiskonsum senken. Konzepte zur selektiven Prävention kommen in einigen europäischen Ländern zum Einsatz, zumeist bei jugendlichen Straftätern oder Jugendlichen in Betreuungseinrichtungen. Über ihre Wirksamkeit ist jedoch nur wenig bekannt. Indizierte Prävention und Kurzinterventionen sind offenbar kaum verbreitet.
  • Während Berichten zufolge in etwa der Hälfte der EU-Mitgliedstaaten ein gewisses Maß an cannabisspezifischer Behandlung verfügbar ist, wird in vielen Ländern die Behandlung von Menschen mit Cannabisproblemen im Rahmen allgemeiner Drogenbehandlungsprogramme angeboten. Die Behandlung erfolgt in der Regel in gemeinschaftlichen oder ambulanten Einrichtungen und zunehmend auch online. Umfang und Art der Behandlung, die wegen cannabisbedingter Probleme angeboten wird, lassen sich jedoch nur schwer auf EU-Ebene zusammenfassen.

Kernthemen: Muster des Cannabiskonsums und damit verbundene Schädigungen

Zu den zentralen Fragen, die bei der Ermittlung und Definition eines Problems zu berücksichtigen sind, gehören die Frage, wer betroffen ist, um welche Arten von Substanzen und Anwendungsmuster es sich handelt und wo das Problem auftritt. Die Maßnahmen sollten auf die jeweiligen Drogenprobleme zugeschnitten sein, die sich von Land zu Land und im Zeitverlauf unterscheiden können. Das breite Spektrum der Faktoren, die in dieser Phase des Prozesses berücksichtigt werden müssen, wird im Aktionsrahmen für die Entwicklung und Umsetzung gesundheitlicher und sozialer Maßnahmen zur Bewältigung von Drogenproblemen erörtert.

Cannabis stammt aus den Blüten oder dem Extrakt der Pflanze Cannabis sativa. In Europa ist ein immer breiteres Angebot an Cannabisprodukten mit einer Vielzahl von Zusammensetzungen und Formen zu beobachten.

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Europa und weltweit. Der Cannabiskonsum ist unter jungen Erwachsenen am höchsten, und das Alter beim Erstkonsum von Cannabis ist niedriger als bei den meisten anderen illegalen Drogen. Schätzungsweise haben 16 Millionen junge Europäer (im Alter zwischen 15 und 34 Jahren), d. h. etwa 15 % dieser Altersgruppe, in den letzten zwölf Monaten Cannabis konsumiert, wobei sich dieser Anteil in der Altersgruppe zwischen 15 und 24 Jahren auf rund 20 % erhöht. Allerdings bestehen zwischen den Ländern erhebliche Unterschiede hinsichtlich der gemeldeten Konsumhäufigkeit, wobei die Prävalenzraten bei jungen Erwachsenen in der Regel zwischen 3 % und etwa 22 % liegen.

Der Konsum von Cannabis ist häufig experimentell und dauert im frühen Erwachsenenalter in der Regel nur kurze Zeit. Einige wenige Menschen entwickelt jedoch persistentere und problematischere Konsummuster, wobei diese Probleme mit regelmäßigem, langfristigem und hochdosiertem Cannabiskonsum in Verbindung gebracht werden. Diese Probleme können Folgendes umfassen:

  • schlechter physischer Gesundheitszustand (z. B. chronische Atemwegssymptome);
  • psychische Gesundheitsprobleme (z. B. Abhängigkeit von Cannabis und psychotische Symptome);
  • soziale und wirtschaftliche Probleme aufgrund schlechter schulischer Leistungen, fehlender Schulbildung, schlechter Arbeitsleistung oder Erfassung im Strafrechtssystem;
  • mögliche schädliche Auswirkungen auf den Fötus bei einem Konsum während der Schwangerschaft.

Diese Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sowie auf Gesellschaft und Wirtschaft sind wahrscheinlicher, wenn der regelmäßige Konsum erst in der Adoleszenz beginnt, während sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet. Die Risiken können mit dem Konsum von Cannabisprodukten mit höherem Wirkstoffgehalt steigen, insbesondere von Cannabisprodukten mit hohen Konzentrationen des wichtigsten psychoaktiven Bestandteils Tetrahydrocannabinol (THC). Es gibt Hinweise darauf, dass Konzentrationen eines anderen Bestandteils, Cannabidiol (CBD), einige der negativen Auswirkungen, die mit hochdosiertem THC verbunden sind, ausgleichen können. Darüber hinaus verursacht Cannabiskonsum manchmal akute Symptome, die zu Notfällen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser führen. Trotz der weltweiten Verbreitung sind Todesfälle im Zusammenhang mit Cannabiskonsum selten.

Die negativen Folgen, die Strafregistereinträge wegen Straftaten im Zusammenhang mit dem Konsum oder Besitz für junge Menschen haben, geben in einigen Ländern Anlass zu der Sorge, dass strafrechtliche Sanktionen in keinem angemessenen Verhältnis zu den Schäden stehen, die durch Cannabiskonsum selbst verursacht werden. Dies ist einer der Faktoren, die Experimente mit unterschiedlichen Regulierungsmodellen in diesem Bereich anstoßen.

In Europa ist offenbar nach wie vor das Rauchen zusammen mit Tabak die häufigste Methode des Cannabiskonsums. Dies bringt zusätzliche Gesundheitsrisiken mit sich, während die damit verbundene Nikotinabhängigkeit die Behandlung ebenfalls erschweren kann. Darüber hinaus wird auf die Notwendigkeit einer ganzheitlicheren Betrachtung von Strategien und Maßnahmen im Zusammenhang mit Cannabis und Tabak hingewiesen.

Die Einführung neuer Modelle der Cannabis-Regulierung hat in den letzten Jahren zumindest teilweise dazu geführt, dass sich sowohl die Palette der verfügbaren Cannabisprodukte vergrößert hat als auch die Art des Konsums vielfältiger geworden ist. Es sind immer mehr Kapseln, Öle, eine Reihe unterschiedlicher Verzehrprodukte und Verdampfer erhältlich. Diese neuen Produkte und Formen des Konsums sind zwar dem Rauchen von Cannabis zusammen mit Tabak potenziell vorzuziehen, können aber unterschiedliche Risiken mit sich bringen. Verzehrprodukte können beispielsweise ein größeres Risiko für Überdosierungen bergen, einschließlich durch zufälligen Verzehr durch Kleinkinder, die sich für Produkte wie Kuchen, Süßigkeiten und Schokolade interessieren. Auch der Konsum hochkonzentrierter Extrakte über das „Dabbing“ scheint mit erheblichen gesundheitsschädigenden Auswirkungen in Verbindung zu stehen. Es gibt viele Arten von Verdampfern, die mit einer Vielzahl von Cannabisextrakten und -produkten verwendet werden und daher unterschiedliche Risiken aufweisen können. Der Ausbruch schwerer Lungenschädigungen in Nordamerika im Zeitraum 2019–2020 in Verbindung mit dem Konsum von E-Zigaretten mit Cannabis-Verdampferflüssigkeiten scheint auf einen Zusatzstoff oder eine Verunreinigung in illegalen Verdampfungskartuschen zurückzuführen zu sein. 

Zunehmend Sorge bereiten auch Probleme im Zusammenhang mit hochpotenten synthetischen Cannabinoidrezeptor-Agonisten, die gemeinhin als synthetische Cannabinoide bezeichnet werden. Obwohl diese Substanzen auf dieselben Cannabinoidrezeptoren im Gehirn wirken, unterscheiden sie sich erheblich von Cannabis, und ihr Konsum könnte mit schwerwiegenderen Folgen, einschließlich Tod, in Verbindung stehen. Sie werden in New psychoactive substances: health and social responses (Neue psychoaktive Substanzen: Gesundheitliche und soziale Maßnahmen) erörtert.

Zu den primären Zielen gesundheitlicher und sozialer Maßnahmen zur Bekämpfung des Cannabiskonsums und der damit verbundenen Probleme gehören unter anderem:

  • Prävention des Konsums oder Verzögerung seines Beginns vom Jugendalter in das junge Erwachsenenalter;
  • Prävention einer Verstärkung des Cannabiskonsums vom gelegentlichen zum regelmäßigen Konsum;
  • Verringerung schädlicher Formen des Konsums;
  • Behandlung von Personen, deren Cannabiskonsum problematisch geworden ist, und
  • Verringerung der Wahrscheinlichkeit, dass Menschen nach Cannabiskonsum Auto fahren oder andere Aktivitäten ausüben, bei denen eine Intoxikation mit Cannabis das Unfallrisiko erhöhen kann.

Politische Entscheidungsträger könnten auch darüber nachdenken, wie das Auffälligwerden junger Menschen, die Cannabis konsumieren, im Strafrechtssystem verringert werden kann. Darüber hinaus sind in Fällen, in denen Cannabisformen legal zulässig sind, die Gewährleistung der Produktsicherheit und die Durchsetzung regulatorischer Schutzvorkehrungen, wie die Verhinderung des Verkaufs an Minderjährige, wichtige Erwägungen.

Evidenzdaten und Reaktionen auf cannabisbedingte Probleme

Die Wahl der geeigneten Maßnahmen, die im Umgang mit einem bestimmten drogenbedingten Problem wahrscheinlich wirksam sind, setzt ein klares Verständnis der primären Ziele der Maßnahme oder Kombination von Maßnahmen voraus. Im Idealfall sollten die Interventionen durch die besten verfügbaren Evidenzdaten gestützt werden. Wenn die Evidenzdaten jedoch sehr begrenzt oder nicht verfügbar sind, ist unter Umständen ein Expertenkonsens die beste Option, bis aussagekräftigere Daten vorliegen. Im Aktionsrahmen für die Entwicklung und Umsetzung gesundheitlicher und sozialer Maßnahmen zur Bewältigung von Drogenproblemen wird eingehender erörtert, welche Maßnahmen bei der Auswahl der am besten geeigneten Maßnahmenoptionen zu berücksichtigen sind.

Prävention

Präventionsprogramme, die nachweislich im Hinblick auf den Cannabiskonsum wirksam sind, haben im Allgemeinen eine Entwicklungsperspektive und sind nicht substanzspezifisch. Präventionsprogramme für Jugendliche zielen häufig darauf ab, den Cannabiskonsum zusammen mit dem Konsum von Alkohol und Zigaretten zu verringern oder zu erschweren.

Es hat sich gezeigt, dass gut konzipierte schulische Präventionsprogramme den Cannabiskonsum senken. Solche Programme sind an Handbüchern ausgerichtet (d. h. ihre Umsetzung erfolgt standardisiert durch den Einsatz von Protokollen und Handbüchern für die Personen, die sie bereitstellen) und verfolgen im Allgemeinen mehrere Ziele: Entwicklung sozialer Kompetenzen und der Fähigkeit zum Neinsagen; Verbesserung der Entscheidungsfindung und Bewältigung; Sensibilisierung für die gesellschaftlichen Einflüsse auf den Drogenkonsum; Korrektur normativer Fehlauffassungen, dass Drogenkonsum bei Gleichaltrigen üblich ist; und Bereitstellung von Informationen über die mit Drogenkonsum verbundenen Risiken. Schulbasierte Programme, die sich ausschließlich darauf konzentrieren, das Wissen der Schüler über die Risiken des Drogenkonsums zu verbessern, haben sich bei der Prävention des Cannabiskonsums und des Konsums anderer Drogen als unwirksam erwiesen. Beispiele für evidenzbasierte Maßnahmen, die in Schulen durchgeführt werden, um Cannabiskonsum unter Jugendlichen zu verhindern, sind das Programm Sobre Canyes i Petes, eine Initiative, die sich als potenziell vorteilhaft erwiesen hat, um den Übergang von der Nichtverwendung oder dem ständigen Konsum von Cannabis zum regulären Cannabiskonsum zu verhindern, und das Programm Unplugged, das sich bei der Prävention des Konsums von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen als nützlich erwiesen hat. Beispiele für andere positiv bewertete Programme sind dem Best Practice Portal – Xchange prevention registry (Best Practice Portal – Xchange Präventionsregister) zu entnehmen.

Präventionsprogramme, die in verschiedenen Kontexten und Bereichen (z. B. in der Schule, für die Familie, in der Gemeinschaft) angeboten werden, scheinen am wirksamsten zu sein.

Eigenständige Kampagnen in den Massenmedien (u. a. Fernsehen, Radio, Printmedien und Internet), die Grundsätze des sozialen Marketings anwenden und Informationen über die Risiken des Drogenkonsums verbreiten, werden in der Regel als unwirksam in Bezug auf Verhaltensänderungen bewertet. Daher wird allgemein empfohlen, sie nur als Teil eines breiteren Spektrums von Programmen zu betrachten, die vielfältigere Ansätze umfassen, und sie auch sorgfältig zu evaluieren.

Kurzinterventionen zielen im Allgemeinen darauf ab, die Intensität des Drogenkonsums zu verringern oder seine Eskalation zu einem problematischen Konsum zu verhindern. Diese Interventionen sind zeitlich begrenzt, und die Methoden für die Zielführung und die Durchführung unterscheiden sich erheblich. Dieses Konzept hat unter anderem den Vorteil, dass es in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden kann, z. B. von Allgemeinmedizinern, Beratern, Jugendbetreuern oder Polizeibeamten sowie in Behandlungszentren. Diese Art der Intervention umfasst hauptsächlich Elemente der motivierenden Gesprächsführung. Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass sie zwar gewisse Auswirkungen auf den Alkoholkonsum haben, den Cannabiskonsum jedoch nicht verringern, weshalb weitere Studien erforderlich sind.

Es gibt eine zunehmende Zahl von Studien zur Wirksamkeit digitaler Interventionen, und es gibt vielversprechende, aber nach wie vor begrenzte Belege dafür, dass strukturierte Interventionen über Computer und das Internet dazu beitragen können, den Cannabiskonsum zu verhindern.

Überblick über die Evidenzdaten über ... Maßnahmen zur Prävention oder Verzögerung des Cannabiskonsums

Erklärung Evidenz
Auswirkung Qualität
Maßnahmen mit mehreren Komponenten können den Cannabiskonsum in Schulen verringern, indem sie soziale Kompetenz und Einflusskonzepte nutzen, normative Fehlauffassungen korrigieren und soziale Kompetenzen und die Fähigkeit zum Neinsagen entwickeln. Nützlich Hoch
Einzelmaßnahmen in Schulen, die auf Wissen beruhen oder ausschließlich auf Modellen der sozialen Einflussnahme beruhen, verringern den Cannabiskonsum nicht (über die üblichen Maßnahmen hinaus). Unklar Moderat
Digitale Präventionsmaßnahmen können den Cannabiskonsum verringern Nützlich Niedrig
Kurzinterventionen (z. B. motivierende Gespräche) können bei jungen Erwachsenen, die noch nicht regelmäßig illegale Drogen konsumieren, entweder sehr geringe oder gar keine Vorteile bei der Verringerung des Cannabiskonsums mit sich bringen. Unklar Niedrig
Kurzinterventionen in Schulen haben keine signifikanten Auswirkungen auf den Cannabiskonsum Unklar Moderat

Schlüssel der Evidenz für einen Effekt:
Nützlich: Evidenz für einen Nutzen in der beabsichtigten Richtung. Von unklarem Nutzen: Es ist nicht klar, ob die Maßnahme den beabsichtigten Nutzen bringt. Potenziell kontraproduktiv: Hinweise auf eine potenzielle negative Auswirkung oder dafür, dass die Intervention die gegenteilige Wirkung hat (z. B. zunehmender, statt rückläufiger Drogenkonsum).

Schlüssel der Evidenzgüte:
Hoch: Es besteht ein hohes Maß an Vertrauen in die verfügbaren Evidenzdaten. Mittel: Es besteht ein angemessenes Vertrauen in die verfügbaren Evidenzdaten. Niedrig: Es besteht begrenztes Vertrauen in die verfügbaren Evidenzdaten. Sehr niedrig: Die derzeit verfügbaren Evidenzdaten sind unzureichend, weshalb erhebliche Unsicherheit besteht, ob die Maßnahme zu dem beabsichtigten Ergebnis führt.

Schadensminimierung

Der Eindämmung der durch den Cannabiskonsum verursachten Schädigungen kam weniger Aufmerksamkeit zu als bei anderen Substanzen, ist aber dennoch wichtig. Der Konsumverzicht ist die wirksamste Möglichkeit, die Risiken des Cannabiskonsums zu vermeiden, und dies ist insbesondere für Kinder und Jugendliche von Bedeutung. Bei denjenigen, die sich für den Konsum von Cannabis entscheiden, können sich die Maßnahmen zur Schadensminimierung jedoch darauf konzentrieren, problematischere Konsummuster zu vermeiden, den Konsum einzuschränken und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Wachsamkeit in Bezug auf die möglichen negativen Auswirkungen des Konsums auf andere Lebensbereiche, z. B. schulische Leistungen oder soziale Beziehungen, erforderlich ist. Eine Literaturauswertung zur Aktualisierung der „Low Risk Cannabis Guidelines for Canada“ (Fischer et al, 2021) bietet einschlägige evidenzbasierte Empfehlungen. Diese und eine Reihe weiterer kürzlich erarbeiteter Leitlinien weisen auf die folgenden Schlüsselbereiche für die Verringerung der mit dem Cannabiskonsum verbundenen Risiken hin.

Die Bekämpfung der spezifischen Schäden im Zusammenhang mit dem Rauchen von Cannabis, insbesondere in Kombination mit Tabak, ist ein wichtiges, aber vernachlässigtes Thema. Die Maßnahmen in diesem Bereich konzentrieren sich auf die Förderung alternativer Konsumwege, bei denen weder Rauchen noch Tabakkonsum eine Rolle spielen, und die Begrenzung der durch Inhalation verursachten Schädigungen.

Es gibt Alternativen zum Rauchen wie Verdampfer oder Verzehrprodukte, obwohl diese Methoden auch nicht ohne Risiko sind. Durch den Verzehr von Cannabisprodukten werden Atemwegsrisiken eliminiert, aber das verzögerte Auftreten einer psychoaktiven Wirkung kann dazu führen, dass die Menschen höhere als die vorgesehenen Dosen einnehmen und akute Nebenwirkungen entwickeln. Es gibt kaum Belege, anhand derer sich die potenziellen relativen Vor- und Nachteile einiger etablierter und neuer Technologien in diesem Bereich beurteilen lassen. Wie bereits erwähnt, kann der Konsum einiger Arten von Verdampfern jedoch mit erheblichen Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht werden, insbesondere wenn hochkonzentrierte Extrakte verwendet werden. Dennoch ist klar, dass aus Sicht der öffentlichen Gesundheit der gleichzeitige Konsum von Tabak und Cannabis vermieden werden sollte.

Rauchpraktiken wie „tiefe Inhalation“ und Atemanhalten, die häufig beim Rauchen von Cannabis eingesetzt werden, erhöhen die Aufnahme von giftigem Material in die Lunge. Menschen, die Cannabis konsumieren, sollten ermutigt werden, diese Praktiken zu vermeiden.

Aufgrund der Vielfalt der Cannabisprodukte ist es umso wichtiger, dass die Konsumierenden die Auswirkungen der Unterschiede in der Art und Zusammensetzung dieser Substanzen verstehen. Produkte mit einem höheren THC-Gehalt sind mit einem erhöhten Risiko akuter und chronischer Probleme verbunden. Es gibt experimentelle Hinweise darauf, dass CBD die psychoaktiven und potenziell schädlichen Auswirkungen von THC mildern kann, sodass der Konsum von Cannabis mit geringerem THC und höherem CBD-Gehalt vorzuziehen ist. Mitunter wird Cannabis aus einer Vielzahl von Gründen, wie z. B. wegen niedrigerer Kosten und weniger Bedenken hinsichtlich der Testung, durch synthetische Cannabinoide ersetzt. Diese synthetischen Versionen unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihres Wirkstoffgehalts, wirken anders als Cannabis und können ebenfalls mit sehr schwerwiegenden akuten Wirkungen, einschließlich Tod, in Verbindung stehen (siehe Spotlight on... Synthetic cannabinoids). Ein aktuelles Problem ist das Aufkommen von Cannabisprodukten, die mit synthetischen Cannabinoide versetzt wurden, sodass die Konsumierenden möglicherweise unwissentlich einer Vielzahl von Chemikalien ausgesetzt sind.

Der häufige oder intensive Cannabiskonsum (täglicher oder nahezu täglicher Konsum) ist mit einem höheren Risiko für gesundheitliche und soziale Schäden verbunden, sodass Cannabisanwenderversuchen sollten, den Konsum so weit wie möglich zu begrenzen, z. B. nur an Wochenenden oder an nur einem Tag pro Woche.

Untersuchungen legen nahe, dass das Führen eines Kraftfahrzeugs nach Cannabiskonsum die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls erhöht, und dieses Risiko dürfte deutlich höher sein, wenn auch Alkohol oder andere psychoaktive Substanzen konsumiert werden. Studien zufolge sollte nach Cannabiskonsum mehrere Stunden lang auf das Führen eines Fahrzeugs (oder den Betrieb gefährlicher Maschinen) verzichtet werden. Personen, die Cannabis konsumieren, müssen sich auch der vor Ort geltenden gesetzlichen Grenzwerte für das Fahren unter Cannabiseinwirkung bewusst sein und diese einhalten und erkennen, dass THC lange Zeit im Körper verbleibt und daher in Tests auch lange nach Abflachen der Wirkung nachweisbar ist.

Der Konsum von Cannabis sollte insbesondere von einigen Bevölkerungsgruppen vermieden werden, die einem höheren Risiko ausgesetzt zu sein scheinen, cannabisbedingte Schäden zu erleiden. Dazu gehören Jugendliche, Personen mit einer Psychose oder einer Drogenkonsumstörung in ihrer persönlichen oder familiären Vorgeschichte sowie Schwangere, um nachteilige Auswirkungen auf den Fötus zu vermeiden.

Behandlung

Die Behandlung von Cannabisproblemen basiert hauptsächlich auf psychosozialen Ansätzen, bei Jugendlichen auch auf multidimensionaler Familientherapie. Psychosoziale Ansätze umfassen eine Reihe strukturierter therapeutischer Prozesse, die sowohl psychologische als auch soziale Aspekte des Drogenkonsumverhaltens berücksichtigen. Diese Maßnahmen unterscheiden sich in Form, Dauer und Intensität, umfassen jedoch auch Konzepte wie kognitive Verhaltenstherapie, Notfallmanagement und motivierende Gespräche.

Konkret stützen die verfügbaren Daten den Einsatz kognitiver Verhaltenstherapien bei der Behandlung des Cannabiskonsums und von Abhängigkeit bei Erwachsenen. Kognitive Verhaltenstherapie fördert die Entwicklung alternativer Bewältigungsfähigkeiten und konzentriert sich auf die Änderung von Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Substanzkonsum durch Selbstkontrolle, soziale Kompetenzen und Schulungen zur Vermeidung von Rückfällen.

Die verfügbaren Daten stützen auch den Einsatz der multidimensionalen Familientherapie (MDFT) bei der Behandlung von Cannabiskonsum bei jungen Menschen. MDFT ist eine integrierte, umfassende, familienorientierte Methode zur Bewältigung von Problemen im Jugendalter. Sie beruht auf der Arbeit mit den Jugendlichen, ihrer Familie und Gemeinschaft, um die Bewältigungsfähigkeiten, Problemlösungsfähigkeiten und Entscheidungskompetenzen der jungen Menschen und die Funktionsfähigkeit der Familie zu verbessern.

Es wird zunehmend auf das Internet und digitale Interventionen zurückgegriffen, um Menschen zu erreichen, die Cannabis konsumieren, und es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass dies wirksam dazu beitragen können, den Konsum zu senken und (bei Bedarf) die Präsenzbehandlung zu erleichtern. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes muss durch qualitativ hochwertigere Daten belegt werden.

In einer Reihe laufender experimenteller Studien wird der mögliche Nutzen pharmakologischer Interventionen für cannabisbedingte Probleme untersucht. Dazu gehören das Potenzial für den Konsum von THC und seiner synthetischen Versionen in Kombination mit anderen psychoaktiven Arzneimitteln, darunter Antidepressiva, Anxiolytika und Stimmungsstabilisatoren. Die bisherigen Ergebnisse waren jedoch uneinheitlich, und bislang wurde noch kein wirksamer pharmakologischer Ansatz zur Behandlung der Cannabisabhängigkeit ermittelt.

Bei einer kleinen Zahl von Menschen kann Cannabiskonsum mit schweren psychischen Gesundheitsproblemen in Verbindung stehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen mit Schizophrenie oder bipolarer Störung zusätzlich eine Diagnose einer Cannabisabhängigkeit erhalten, und Cannabis ist eine der am häufigsten konsumierten Substanzen bei Personen mit Psychose. Es ist wichtig, dass die für psychische Gesundheit und Substanzmissbrauch zuständigen Stellen diese Fälle erkennen und dafür sorgen, dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Menschen mit psychotischen Störungen sollten Cannabis vermeiden und eine entsprechende Beratung erhalten.

Überblick über die Evidenzdaten über ... die Behandlung problematischen Cannabiskonsums

Erklärung Evidenz
Auswirkung Qualität
Psychosoziale Interventionen können Cannabiskonsum und die damit verbundenen Probleme verringern, wobei intensivere Interventionen (> 4 Sitzungen über > 1 Monat) zu besseren Ergebnissen führen. Nützlich Niedrig
Digitale Präventionsmaßnahmen können Cannabiskonsum verringern. Nützlich Niedrig
Kurze verhaltensbezogene Maßnahmen (z. B. motivierende Gespräche) scheinen den Cannabiskonsum bei Jugendlichen, wenn dieser bereits in problematischem Umfang stattfindet, nicht zu senken. Unklar Moderat

Schlüssel der Evidenz für einen Effekt:
Nützlich: Evidenz für einen Nutzen in der beabsichtigten Richtung. Von unklarem Nutzen: Es ist nicht klar, ob die Maßnahme den beabsichtigten Nutzen bringt. Potenziell kontraproduktiv: Hinweise auf eine potenzielle negative Auswirkung oder dafür, dass die Intervention die gegenteilige Wirkung hat (z. B. zunehmender, statt rückläufiger Drogenkonsum).

Schlüssel der Evidenzgüte:
Hoch: Es besteht ein hohes Maß an Vertrauen in die verfügbaren Evidenzdaten. Mittel: Es besteht ein angemessenes Vertrauen in die verfügbaren Evidenzdaten. Niedrig: Es besteht begrenztes Vertrauen in die verfügbaren Evidenzdaten. Sehr niedrig: Die derzeit verfügbaren Evidenzdaten sind unzureichend, weshalb erhebliche Unsicherheit besteht, ob die Maßnahme zu dem beabsichtigten Ergebnis führt.

Die Situation in Europa: Verfügbarkeit von Cannabis-bezogenen Maßnahmen

Prävention

Manuelle, universelle Präventionsprogramme, die darauf abzielen, soziale Kompetenzen und Verweigerungsfähigkeiten zu entwickeln sowie soziale Einflüsse zu bekämpfen und normative Fehlauffassungen des Drogenkonsums zu korrigieren, sind in etwa einem Viertel der EU-Länder ein zentraler Bestandteil der nationalen Präventionsstrategien. Evidenzbasierte Familienprogramme weisen eine etwas breitere Verfügbarkeit auf. Andere Länder haben verschiedenen Präventionsansätzen Priorität eingeräumt, z. B. umweltbezogenen Präventionsmaßnahmen oder Gemeinschaftsansätzen.

Selektive Präventionsmaßnahmen für gefährdete Gruppen sind in fast 10 europäischen Ländern üblich. Diese Maßnahmen befassen sich sowohl mit individuellen Verhaltensweisen als auch mit sozialen Kontexten, wobei auf lokaler Ebene häufig mehrere Dienste und Akteure (z. B. Sozialdienste, Familien, junge Menschen und die Polizei) einbezogen werden. Die häufigsten Zielgruppen sind junge Straftäter, Schüler mit akademischen und sozialen Problemen und Jugendliche in Betreuungseinrichtungen. Über den Inhalt dieser Präventionsstrategien ist nur wenig bekannt, und ihre Wirksamkeit ist nur in begrenztem Umfang evaluiert. Die Bereitstellung einer angezeigten Prävention für gefährdete Personen ist in Europa begrenzt, wobei nur wenige Länder angeben, dass solche Programme für die Mehrheit der Menschen, die sie benötigen, verfügbar sind.

Behandlung

Die Zahl der Personen, die sich erstmals wegen cannabisbedingter Probleme in Behandlung begeben haben, ist in der Europäischen Union seit 2006 gestiegen, wenngleich in jüngerer Zeit Anzeichen für eine Stabilisierung der Zahlen zu erkennen sind. Diese Daten stammen jedoch aus einem Register, das in einigen Ländern möglicherweise nicht alle Behandlungen in allen Kontexten abdeckt. In den letzten zehn Jahren war Cannabis unter den Neubehandelten die am häufigsten gemeldete Primärdroge. Dieser Anstieg kann auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen sein, darunter auf Veränderungen beim Cannabiskonsum in der Allgemeinbevölkerung, insbesondere den intensiven Konsum, sich verändernde Risikowahrnehmungen, die zunehmende Verfügbarkeit wirksamerer Cannabisprodukte sowie Änderungen bei Überweisungsverfahren und Behandlungsangeboten. Das Strafrechtssystem ist zu einer wichtigen Quelle für Überweisungen zur Cannabisbehandlung geworden: Mehr als ein Viertel der Cannabisgebrauchenden wird in Europa erstmals aus dem Strafjustizsystem überwiesen, während dieser Anteil in einigen Ländern deutlich höher ist. Die Daten werden zudem von unterschiedlichen nationalen Definitionen und Verfahren in Bezug auf die Frage beeinflusst, was unter Behandlung von cannabisbedingten Störungen zu verstehen ist. Diese reichen von einer kurzen Interventionssitzung, die online durchgeführt wird, bis hin zur Aufnahme für eine stationäre Behandlung.

Insgesamt besteht die Notwendigkeit, ein besseres Verständnis der Cannabisbehandlung zu entwickeln, einschließlich der Zahl der Hilfesuchenden, der Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, des Umfelds, in dem die Behandlung erfolgt, und der angebotenen therapeutischen Maßnahmen. Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass die meisten Cannabisbehandlungen in gemeinschaftlichen oder ambulanten Einrichtungen erfolgen, es ist jedoch erwähnenswert, dass etwa jeder Fünfte, der sich in stationärer Drogenbehandlung befindet, von primären cannabisbedingten Problemen berichtet. Die Verfügbarkeit und Abdeckung von Behandlungsoptionen für Cannabisgebrauchende ist von Land zu Land unterschiedlich und schwer abzuschätzen. Etwa die Hälfte der EU-Länder berichtet, dass sie cannabisspezifische Behandlungen anbieten, und der Expertenmeinung zufolge haben die meisten Personen, die wegen cannabisbedingter Erkrankungen behandelt werden müssen, in diesen Ländern tatsächlich Zugang zu einer Behandlung. Einige Länder berichten über eine begrenzte Abdeckung, teilweise trotz eines insgesamt hohen Bedarfs. Über die Zugänglichkeit einer Behandlung wegen einer Cannabiskonsumstörung in Ländern, die keine cannabisspezifischen Interventionen anbieten, ist wenig bekannt. Eine empirische Bewertung der Behandlungsabdeckung stellt in diesem Bereich eine besondere Herausforderung dar, da das Ausmaß der cannabisbedingten Probleme in der Allgemeinbevölkerung nicht genau gemessen wurde.

Konsequenzen für Politik und Praxis

Grundprinzipien

  • Zu den wichtigsten Maßnahmen in diesem Bereich gehören allgemeine Präventionsansätze, die darauf abzielen, vom Konsum abzuschrecken oder den Einstieg in den Konsum zu verzögern, sowie die Bereitstellung psychosozialer Behandlung für Menschen mit schwerwiegenderen Problemen.

Chancen

  • Es sollte ein größeres Augenmerk auf Konzepte der Schadensminimierung bei Cannabiskonsumenten gelegt werden, insbesondere mit Blick auf die Konsummuster und den gleichzeitigen Konsum von Tabak.
  • Neben der Evaluierung neuartiger Ansätze könnten auch verstärkt Maßnahmen im Bereich der elektronischen Gesundheitsdienste und der Digitalisierung genutzt werden.
  • Die weltweit zu beobachtenden neuen Regulierungsmodelle für Cannabis können wertvolle Informationen über das Für und Wider unterschiedlicher Regulierungsoptionen und deren wahrscheinliche Auswirkungen auf Maßnahmen zur Eindämmung cannabisbedingter Probleme bieten.

Lücken

  • Nach wie vor besteht die Notwendigkeit, die Beschaffenheit cannabisbedingter Störungen sowie die wirksamsten und am besten geeigneten Behandlungsoptionen für die unterschiedlichen Klienten besser verstehen zu lernen.
  • Es ist ein besseres Verständnis der Behandlungsformen erforderlich, die Menschen bei der Behandlungsaufnahme wegen Cannabiskonsum in Europa erhalten, um eine angemessene und effiziente Versorgung sicherzustellen.
  • Es muss ein größerer Konsens darüber erzielt werden, was ein geeigneter Weg ist, um das Fahren unter Cannabiseinwirkung einzudämmen.

Daten und Grafiken

In diesem Abschnitt werden einige wichtige Statistiken zum Cannabiskonsum bei jungen Menschen (15–34) sowie zur Cannabisbehandlung in der EU-27, Norwegen und der Türkei vorgestellt. Ausführlichere Statistiken sowie methodische Informationen finden Sie in der Daten-Rubrik unserer Website. Um eine interaktive Version der nachstehenden Infografik anzuzeigen und auf die Quelldaten zuzugreifen, klicken Sie auf die Infografik.

Infografik: Cannabiskonsum in Europa unter jungen Menschen (15–34)

Einige wichtige Daten über den Konsum von Cannabis vor allem bei jungen Erwachsenen in Europa. Weniger als 20 % haben in den letzten zwölf Monaten Cannabis konsumiert. Zwischen den einzelnen Ländern bestehen große Unterschiede, die von 2 % bis über 20 % reichen. Mehr Männer als Frauen geben an, Drogen zu konsumieren. Die Häufigkeit des Konsums ist sehr unterschiedlich.<donottranslate>

Infografik: Klienten, die sich in den 27 EU-Ländern, Norwegen und der Türkei in Behandlung wegen Cannabis als Primärdroge begeben

Infografiken bieten einen Überblick über die Statistiken über Klienten, die sich in Europa wegen Cannabiskonsums in Behandlung begeben. Bei den meisten handelt es sich um Männer in einer stabilen Wohnsituation, die sich aus eigenem Antrieb in Behandlung begeben. Es gibt eine Reihe von Beschäftigungssituationen. Die meisten leben in einer stabilen Wohnsituation.<donottranslate>

Weitere Ressourcen

EMCDDA

Andere Quellen

Über diesen Miniguide

Dieser Miniguide bietet einen Überblick darüber, was bei der Planung oder Durchführung gesundheitlicher und sozialer Maßnahmen zur Bewältigung von cannabisbedingten Problemen zu berücksichtigen ist, und beleuchtet die verfügbaren Maßnahmen und ihre Wirksamkeit. Darüber hinaus werden die Auswirkungen auf Politik und Praxis untersucht. Dieser Miniguide ist einer von mehreren, die zusammen den Health and social responses to drug problems: a European guide 2021 (Gesundheitliche und soziale Maßnahmen zur Bewältigung von Drogenproblemen: Ein europäischer Leitfaden 2021) bilden.

Empfohlene Zitierweise: EMCDDA (2021), Cannabis: health and social responses, https://www.emcdda.europa.eu/publications/mini-guides/cannabis-health-an....

Identifikatoren

HTML: TD-06-21-025-DE-Q
ISBN: 978-92-9497-728-1
DOI: 10.2810/723274

 

Hinweis: Der Text auf dieser Seite wurde automatisch übersetzt und geringgradig überarbeitet. Darüber hinaus enthält die englische Fassung möglicherweise einige wenige Elemente (z. B. einige Links und Grafiken), die entweder in dieser Übersetzung nicht oder nur auf Englisch verfügbar sind. Zwar wurden alle Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass dieser Text die englische Originalfassung korrekt wiedergibt, doch sind möglicherweise einige Fehler aufgetreten. Wenn Sie Zweifel an der Übersetzung haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

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