Über uns

Illegaler Drogenkonsum und -handel sind Phänomene, die weltweit die Gesundheit und soziale Stabilität gefährden. Statistiken zufolge hat ungefähr einer von drei jungen Europäern bereits eine illegale Droge ausprobiert, und mindestens einmal pro Stunde stirbt einer unserer Mitbürger an einer Überdosis. Insbesondere die sich ständig ändernden Muster bei Angebot und Nachfrage erfordern ein kontinuierliches Monitoring und flexible Gegenmaßnahmen.

Das EMCDDA soll der EU und ihren Mitgliedstaaten einen sachlichen Überblick über die europäische Drogenproblematik vermitteln und solide faktengesicherte Grundlagen zur Drogendebatte liefern. Es versorgt politische Entscheidungsträger mit dem Datenmaterial, das diese zur Ausarbeitung fundierter Rechtsvorschriften und Strategien im Drogenbereich benötigen, und unterstützt Fachleute und Praktiker dabei, Projekte mit Modellcharakter und neue Forschungsgebiete aufzuzeigen.

Im Mittelpunkt der Arbeit der Beobachtungsstelle steht die Förderung wissenschaftlicher Exzellenz. Um ihrer Kernaufgabe, der Bereitstellung fundierter und vergleichbarer Daten über die Drogensituation in Europa, gerecht zu werden, hat das EMCDDA die notwendige Infrastruktur und geeignete Instrumente zur harmonisierten Erfassung länderspezifi scher Daten entwickelt. Diese Daten werden von den nationalen Beobachtungsstellen (Reitox-Netz) zur Analyse an das EMCDDA in Lissabon weitergeleitet und fließen in ein breites Spektrum von Informationsprodukten ein, die ein gesamteuropäisches Bild der Drogensituation vermitteln.

Das EMCDDA beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Europa, arbeitet aber auch mit Partnern in anderen Regionen der Welt zusammen, mit denen es Informationen und Fachwissen austauscht. Die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Organisationen im Drogenbereich ist ebenfalls ein zentraler Bestandteil seiner Arbeit und soll zum besseren Verständnis des weltweiten Drogenphänomens beitragen.

Das EMCDDA arbeitet nach dem Grundsatz, dass fundierte Informationen der Schlüssel zu einer wirksamen Drogenstrategie sind. Auch wenn die Beobachtungsstelle keine Vorschläge für die Drogenpolitik formuliert, so übt sie doch dank der von ihr erarbeiteten Analysen, Standards und Instrumente einen deutlichen Einfl uss auf die politische Entscheidungsfindung aus.

Page last updated: Thursday, 03 October 2013